Corvette – Träume auf vier Rädern

 

Das kann man einen echten Glücksgriff nennen: Im Jahr 1951 hatte der Chef-Designer „Harley Earl“ von General Motors eine epochale Idee – die er in seinem Büro ausfeilte, verwarf, wieder herausholte und nochmals überarbeitete. Und übergab sie anschließend seinem Chef, den damaligen Präsidenten von General Motors, „Harlow Curtice“. Seine Idee war im Grunde genommen recht simpel: Aus den bereits vorhandenen Teilen und Motoren bestehender Chevrolet-Modelle ein reines Freizeit-Cabrio zu bauen. Nicht schmucklos, eher nur dem Freizeitwert geschuldet, nahezu „billig“ zu nennen, wenn man mal anmerkt, dass die erste Corvette nicht mal Türgriffe, Seitenfenster oder ein echtes Mehrganggetriebe aufweisen sollte. So simpel das Ganze war, die Idee kam an. Am 2. Juni 1952 wurde dann grünes Licht gegeben, und die Geburt einer amerikanischen Legende mit dem Namen „Corvette“ begann.

 

Schon bei der ersten Präsentation 1953 auf der Motorama in New York erregte der Roadster, es war die C1, ziemliches Aufsehen, und das ohne Türgriffe und Seitenfenster und so weiter, so dass man nach sechs Monaten schon mit der Serienproduktion begann. Aber der Motor war durchaus höllisch sportlich zu nennen. Das zog. Denn die C1 schaffte bereits damals schon die Distanz von 0 auf 100 in sagenhaften 11 Sekunden. Ein Novum in der damaligen Zeit. Die erste Corvette verließ am 30. Juni 1953 das Werk in Flint im Bundesstaat Michigan – um einen Siegeszug um die Welt anzutreten.

 

Gefolgt von den Modellen C2 bis hin zum C6 zeigte sich im Satz der Serie der reizvolle Umstand, dass man bei einer Corvette nach wie vor im Grunde genommen von einem Rennwagen sprechen kann, einem reinen Sportgerät also, welches aber für die „normale“ Strasse eine Zulassung hat.

 

Es gibt wohl kaum ein amerikanisches Auto von dem man sagen kann, dass es den american way of life derart verkörpert und nachdrücklich seinem Stempel aufgedrückt hat, wie die Corvette – ob es die 58er Version oder die 63er Stingray war. Legenden sind sie bereits beide.

 

Eine Corvette zu fahren hat daher eher etwas mit einer grundsätzlichen Lebensphilosophie zu tun, als mit dem Wunsch automobil zu sein. Und manchmal, da möchten wir doch alle gerne mal Philosoph sein, oder? Die Corvette dafür, die führen wir!