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Formel 1 | 11.07.2010 - GP Silverstone:
| Platz |
Ergebnis GP Valencia
Fahrer/Wagen
|
|
WM-Stand gesamt
Fahrer/Wagen
|
Punkte |
| 1. |
Mark Webber/Red Bull |
|
Lewis Hamilton/McLaren-Mercedes |
145 |
| 2. |
Lewis Hamilton/McLaren-Mercedes |
|
Jenson Button/McLaren-Mercedes |
133 |
| 3. |
Nico Rosberg/Mercedes |
|
Mark Webber/Red Bull |
128 |
| 4. |
Jenson Button/McLaren-Mercedes |
|
Sebastian Vettel/Red Bull |
121 |
| 5. |
Rubens Barichello/Williams-Cosworth |
|
Fernando Alonso/Ferrari |
98 |
| 6. |
Kamui Kobayashi/Sauber-Ferrari |
|
Nico Rosberg/Mercedes |
90 |
| 7. |
Sebastian Vettel/Red Bull |
|
Robert Kubica/Renault |
83 |
| 8. |
Adrian Sutil/Force India-Mercedes |
|
Felipe Massa/Ferrari |
67 |
| 9. |
Michael Schumacher/Mercedes |
|
Michael Schumacher/Mercedes |
36 |
| 10. |
Nico Hülkenberg/Williams-Cosworth |
|
Adrian Sutil/Force India-Mercedes |
35 |
Mark Webber soll seinen Sieg in Silverstone mit den Worten "Nicht schlecht für einen Nummer zwei Fahrer" kommentiert haben. Was war passiert ? Red Bull brachte einen neuen Frontflügel mit nach Silverstone, der das ohnehin überragende Fahrverhalten der Fahrzeuge in schnellen Kurven nochmal optimieren sollte. Allerdings - es gab nur zwei Exemplare dieses "Wunderflügels". Sebastian Vettel ruinierte seinen Frontflügel im Training, da die Flügelaufhängung an seinem Fahrzeug kollabierte und der Flügel lange Zeit am Boden schliff.
Normalerweise heißt das in der Formel 1 - Pech gehabt. Nicht so bei Red Bull: Mark Webber wurde "seines" Flügels beraubt; Sebastial Vettel erhielt mal wieder den Teamvorteil. Zusätzliches Problem für Webber: beim Abflug in Valencia ruinierte er sein "Lieblings"-Chassis. Daraufhin wurde ihm das Chassis zugeteilt, das von Vettel als "nicht funktionierend" ausgemustert wurde.
Das Ergebnis im Training wie bestellt: Vettel vor Webber. Beim Start versuchte Vettel, Webber gleich abzudrängen. Webber ließ sich nicht beirren und holte sich die Führung im Rennen. Vettel kollidierte leicht mit Lewis Hamilton, der einen hervorragenden Start erwischte, und beschädigte sich dabei einen Hinterreifen - erst mal das Aus für sein Rennen: Boxenstopp und mit 83 Sekunden Abstand zur Spitze letzter Platz.
Derweil flogen Webber und Hamilton mit geringem Abstand an der Spitze dem Feld davon. Robert Kubica erwischte einen guten Start, konnte aber auf dem dritten Platz liegend mit seinem Renault nicht folgen und hielt die folgenden Fahrer auf. Unter diesen auch Jenson Button, der beim Start (14. nach verhautem Training) gleich mal sechs Plätze gutmachte. Fernando Alonso (Ferrari) verlor beim Start zwei Plätze und fand sich damit hinter Nico Rosberg im Mercedes wieder. Außerdem unter den Top Ten: Rubens Barichello (Williams), Pedro de la Rosa (Sauber), Michael Schumacher (Mercedes) und Adrian Sutil auf Force India-Mercedes.
Nach der ersten Runde der Boxenstopps war Nico Rosberg auf den dritten Platz vorgerückt. Fernando Alonso versuchte dann, den vor ihm liegenden Robert Kubica neben der Strecke zu überholen - was ihm auch gelang. Zu seinem Unglück bemerkte das auch die Rennleitung und bestrafte ihn mit einer Durchfahrtsstrafe. Um das Unglück Alonsos und das Glück Vettels perfekt zu machen, kollidierten just zu diesem Zeitpunkt Sutil und de la Ros leicht auf der Start- und Zielgeraden. Dabei verlor der Sauber Teile seines Frontflügels; es folgt eine Safety Car Phase. Für Alonso hieß das: die Durchfahrtsstrafe wird nach der Safety Car Phase vollstreckt - zurück auf den letzten Platz. Vettel konnte seinen großen Rückstand jedoch wettmachen und fand sich auf Platz 17 mit direktem Anschluß ans Feld wieder. Mit dem überlegenen Auto konnte er dann die schwächeren Kollegen schnell überholen. Auch Michael Schumacher (im Endergebnis Platz 9) konnte ihm nicht Paroli bieten. Lediglich Adrian Sutil konnte Sebastian Vettel bis zur letzten Runde hinter sich halten, bis er überholt wurde.
Sutils Kommentar zum Überholmanöver von Vettel: "Sebastians Manöver war unfair. So muss man in einem deutlich schnelleren Auto nicht überholfen".
Red Bull riskiert mit seiner Taktik, dem schnellen, aber nicht fehlerfrei fahrenden Vettel den Status des Nummer Eins Fahrers zu geben, die WM komplett an McLaren-Mercedes zu verlieren. Das wäre nicht das erste Mal, dass das schnellste Auto nicht Weltmeister wird ...
Das Endergebnis war wieder eine starke Teamleistung von McLaren-Mercedes, die in der Teamwertung (278 Punkte) damit auch klar vor Red Bull führen (249 Punkte). Ferrari hält trotz des schlechten Abschneidens (Alonso Platz 14, massa Platz 15) den dritten Platz mit 165 Punkten vor Mercedes GP mit 126 Punkten.
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