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Formel 1 | 25.07.2010 - GP Deutschland/Hockenheim:
| Platz |
Ergebnis GP Valencia
Fahrer/Wagen
|
|
WM-Stand gesamt
Fahrer/Wagen
|
Punkte |
| 1. |
Fernando Alonso/Ferrari |
|
Lewis Hamilton/McLaren-Mercedes |
157 |
| 2. |
Felipe Massa/Ferrari |
|
Jenson Button/McLaren-Mercedes |
143 |
| 3. |
Sebastian Vettel/Red Bull |
|
Mark Webber/Red Bull |
136 |
| 4. |
Lewis Hamilton/McLaren-Mercedes |
|
Sebastian Vettel/Red Bull |
136 |
| 5. |
Jenson Button/McLaren-Mercedes |
|
Fernando Alonso/Ferrari |
123 |
| 6. |
Mark Webber/Red Bull |
|
Nico Rosberg/Mercedes |
94 |
| 7. |
Robert Kubica/Renault |
|
Robert Kubica/Renault |
89 |
| 8. |
Nico Rosberg/Mercedes |
|
Felipe Massa/Ferrari |
85 |
| 9. |
Michael Schumacher/Mercedes |
|
Michael Schumacher/Mercedes |
38 |
| 10. |
Vitaly Petrov |
|
Adrian Sutil/Force India-Mercedes |
35 |
Der nächste Skandal in der Formel 1: der führende Felipe Massa musste in der 49. Runde den bis dahin zweitplatzierten Teamkollegen Fernando Alonso passieren lassen - auf Veranlassung der Ferrari Teamleitung. Diese Art von Stallorder ist in der Formel 1 streng verboten. In der Pressekonferenz nach dem Rennen kommentierte Alonso den Vorgang als "normalen Überholvorgang mit hohem Risiko"; Felipe Massa sprach davon, teamdienlich gehandelt zu haben.
Schade um das Rennen in Hockenheim. Beim Start hatte Massa vom dritten Startplatz aus sowohl seinen Teamkollegen, der von Platz 2 gestartet war, als auch den Trainingsschnellsten Sebastian Vettel überrumpelt. Vettel war am Start (wie schon in Silverstone) schräg gestartet, um den zweitplatzierten Alonso davon abzuhalten, die Führung zu übernehmen. Dabei drängte er Alonso bis fast in die Boxenmauer ab; Alonso konnte sich trotzdem gegen den ungestümen Deutschen durchsetzen. In der Folge fuhren Massa und Alonso abwechselnd die schnellsten Runden des Rennens. Vettel konnte das Tempo nicht mithalten, die nächstplatzierten Hamilton, Webber und Button fielen noch schneller zurück.
Michael Schumacher erwischte einen hervorragenden Start und verbesserte sich um 3 Plätze auf Rang 8. Schon nach der ersten Runde mussten jeweils beide Torro Rosso- und Force India-Piloten an die Box. Während Jaime Algersuari seinem Kollegen Sebastian Buemi ins Heck knallte, versuchte Tonio Liuzzi, Adrian Sutil in einer Vollgas-Kurve zu überholen und kollidierte mit ihm. Für die Toro Rosse war das das Aus. Sutil und Liuzzi konnten weiterfahren. Weil aber die Räder der beiden verwechselt wurden, mussten beide nochmal in die Box und hatten so schon nach der zweiten Runde einen nicht mehr aufholbaren Rückstand. Für Sutil war dies ein schwarzes Wochende: nach einem Antriebswellenschaden musste sein Getriebe gewechselt werden. Als Resultat wurde er beim Start um 5 Plätze zurückversetzt - Startplatz 19.
Im Lauf des Rennens gab es dann nur noch wenige Verschiebungen. Hamilton überholte durch eine geschickte Boxenstopp-Strategie sowohl Webber als auch Button, Webber konnte sich vom sechsten Platz nicht mehr verbessern, weil er aufgrund von Motorproblemen (hoher Ölverbrauch) nicht mit Vollgas fahren durfte. Zufall ? Rosberg lag nach seinem Boxenstopp plötzlich vor Michael Schumacher, der heftig von Vitaly Petrov bedrängt wurde. Insgesamt war es eine enttäuschende Vorstellung der beiden Mercedes-Werksrenner beim Heim-Grand Prix.
Wie kam es zum Erfolg der beiden Ferrari ? Hier wurde das Geheimnis der beiden Red Bull wohl bestens kopiert. Das Zusammenspiel zwischen den Auspuffgasen und dem Doppeldiffusor funktioniert bei Ferrari mittlerweile offensichtlich hervorragend. Der Trick besteht darin, die heißen Auspuffgase auch dann noch zu erzeugen, wenn der Fahrer gar kein Gas mehr gibt. Nur dann kann der Doppeldiffusor jederzeit optimal angeströmt und der Abtriebseffekt erzeugt werden. Dieses System ist bei McLaren noch nicht ganz ausgereift - es wird Zeit für McLaren, eine funktionierende Lösung zu finden, wenn man die Führung in der Fahrer- und Markenwertung noch länger halten will.
In der Teamwertung führt nach wie vor McLaren-Mercedes (300 Punkte) vor Red Bull (272 Punkte). Ferrari auf Platz 3 (vorbehaltlich der Untersuchungen) mit 208 Punkten vor Mercedes GP mit 132 Punkten.
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