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Formel 1 | 01.08.2010 - GP Ungarn/Budapest:
| Platz |
Ergebnis GP Valencia
Fahrer/Wagen
|
|
WM-Stand gesamt
Fahrer/Wagen
|
Punkte |
| 1. |
Mark Webber/Red Bull |
|
Marb Webber/Red Bull |
161 |
| 2. |
Fernando Alonso/Ferrari |
|
Lewis Hamilton/McLaren-Mercedes |
157 |
| 3. |
Sebastian Vettel/Red Bull |
|
Sebastian Vettel/Red Bull |
151 |
| 4. |
Felipe Massa/Ferrari |
|
Jenson Button/McLaren-Mercedes |
147 |
| 5. |
Vitaly Petrov/Renault |
|
Fernando Alonso/Ferrari |
141 |
| 6. |
Nico Hülkenberg/Williams-Cosworth |
|
Felipe Massa/Ferrari |
97 |
| 7. |
Pedro de la Rosa/Sauber-Ferrari |
|
Nico Rosberg/Mercedes |
94 |
| 8. |
Jenson Button/McLaren-Mercedes |
|
Robert Kubica/Renault |
89 |
| 9. |
Kamui Kobayashi/Sauber-Ferrari |
|
Michael Schumacher/Mercedes |
38 |
| 10. |
Rubens Barrichello/Williams-Cosworth |
|
Adrian Sutil/Force India-Mercedes |
35 |
Wie üblich verpatzte Sebastian Vettel auch seine nächste Pole Position. Dabei hatte es nach dem Start so gut ausgesehen: endlich mal von der Pole Position auf Platz 1. Nach 15 Runden hatte Vettel schon 12 Sekunden Vorsprung auf Fernando Alonso herausgefahren, der sich beim Start an Mark Webber vorbeikatapultieren konnte. Fast hätte Alonso auch noch Vettel erwischt, doch der konnte sich in Kurve 1 knapp retten. Mark Webber blieb erstmal Platz 3 vor Felipe Massa. Dann Verlor Vitantonio Liuzzi eine Endplatte seines Frontflügels mitten auf der Ideallinie von Kurve 1. Um diese zu entfernen, musste das Safety Car raus. Nachdem sich das Feld in Runde 15 befand, nutzten fast alle Fahrer die
Chance auf einen Reifenwechsel. Aus der Spitzengruppe blieb nur Webber auf den weichen Reifen, da Vettel zum Wechsel in der Box stand und Webber sich nicht hinten anstellen wollte. Vettel war fast schon an der Box vorbei, als er das Signal zum Wechseln bekam.
Nach zwei Runden erfolgte der Neustart. Allerdings hatte Vettel übersehen, dass das Safety Car hereinkam und hatte rund 200 Meter Abstand gehalten. So kam Webber beim Neustart mit großem Vorsprung über die Zielline - hinter ihm der Rest des Feldes. Mit den weichen Reifen war Webber klar der schnellste Mann auf der Strecke. Dann braute sich Böses über Vettel zusammen: während der Safety Car Phase dürfen maximal 10 Wagenlängen Abstand zum Vordermann gehalten werden. Die hatte Vettel klar überschritten - logische Konsequenz war eine Durchfahrtsstrafe, die Vettel in der 32. Runde absolvierte. Dabei gab er recht deutliche Handzeichen in Richtung Rennleitung von sich - er konnte froh sein, dass er dafür nicht nochmal bestraft wurde.
Bei den Reifenwechseln gab es diesmal ein besonders großes Chaos. Nico Rosberg - auf einem guten sechsten Platz liegend - fuhr aus der Box und verlor prompt seinen rechten Hinterreifen. Der Mechaniker hatte nicht bemerkt, dass die Radmutter aus dem Schlagschrauber gefallen war. Das schon rollende Rad traf einen Mechaniker in der Williams-Box, der zum Glück nicht ernsthaft verletzt wurde. Adrian Sutil auf seinem Force India-Mercedes wurde von Robert Kubica auf Renault abgeschossen, als dieser die Box verlassen hatte - die Renault Crew hatte den herannahenden Sutil wohl nicht bemerkt, der in die benachbarte Box einbiegen wollte und hatten Kubica das Go-Zeichen gegeben.
Beide Teams wurden mit je 50.000 $ Strafe belegt.
Den negativen Höhepunkt des Rennens setzte dann Michael Schumacher. Nachdem Rubens Barrichello lange den fünften Platz (noch mit den ersten Reifen) gehalten hatte, musste auch er seinen Pflichtstopp absolvieren und fiel auf den 11. platz hinter Schumacher zurück. Mit den neuen Reifen holte Barrichello allerdings schnell auf Schumacher auf und attackierte in hart - ein Überholmanöver war nur noch eine Frage der Zeit. Fünf Runden vor Schluß war es dann soweit: Barrichello kam besser aus der letzten Kurve auf die Zielgerade, saugte sich im Windschatten an und scherte dann in Richtung Boxenmauer aus, um an Schumacher vorbeizuziehen. Schumacher drängte ihn dabei aber so hart an die Boxenmauer, dass bei Temp 300 nur noch wenige Millimeter Überlebensraum für seinen ehemaligen Teamgefährten blieben. Barrichello konnte den Kontakt mit dem Beton vermeiden und zog an Schumacher vorbei. Konsequenz für Schumacher: er wird beim nächsten Rennen um 10 Startplätze nach hinten versetzt !
Auch für das Mercedes Werksteam war dieses Rennen der Tiefpunkt der Saison. Kein Fahrzeug in den Punkten, 50.000 $ Strafe und negative Publicity durch Schumacher - das kann nicht in der Absicht der Strategen liegen. Auch McLaren-Mercedes schrieb keine Erfolgsstory: Hamilton ereilte auf Platz 4 liegend ein Getriebedefekt, der ihn auch die WM-Führung kostete; Jenson Button kam nach einem farblosen Rennen, in dem er irgendwie immer auf den falschen Reifen unterwegs war, nur auf Platz 8.
Immer besser werden erfreulicherweise die Teams von Sauber-Ferrari und Williams-Cosworth: alle vier Autos unter den ersten 10. Nico Hülkenberg erzielte damit erstmals ein wirklich beachtenswertes Ergebnis in der Formel 1; auch Pedro de la Rosa schaffte sein bisher bestes Saisonergebnis.
Vitaly Petrov erreichte zum zweiten Mal ein Ergebnis in den Punkten - diesmal auf Platz 5 und im Qualifying sowie im Rennen immer vor Robert Kubica ! Haben sich die massiven Kritiken und Ablösungsgerüchte beflügelnd auf ihn ausgewirkt ? Auch Felipe Massa fährt seit diesen Gerüchten erheblich schneller ...
Fazit: wenn McLaren und Mercedes es nicht bald schaffen, die überlegene Aerodynamik von Red Bull zu kopieren, wird man in der WM wohl hoffnungslos ins Hintertreffen geraten. Was ist der Trick dahinter: bei höherem Tempo schafft es der Red Bull, die Bodenfreiheit vorne erheblich zu senken - und wird damit in Budapest bis zu EINER Sekunde pro Runde schneller als der Rest des Feldes. Ferrari kann zwar halbwegs Anschluß halten, die übrigen Teams fahren nur noch in der zweiten Liga.
In der Teamwertung führt nach jetzt Red Bull (312 Punkte) vor McLaren-Mercedes (304 Punkte) vor Red Bull (272 Punkte). Ferrari auf Platz 3 mit 238 Punkten vor Mercedes GP mit 132 Punkten, die ihren Vorsprung auf Renault (106) immer weiter verlieren.
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